Die Bedeutung von Halloween

Halloween zu Zeiten der Kelten und heute

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Halloween in der Vergangenheit © stevechasmar / flickr

Halloween bedeutet „All Hallows Eve“, was mit „Aller heiligen Abend“ übersetzt werden kann. Halloween war früher einmal ein christlicher Feiertag, ist es aber heute nicht mehr. Ursprünglich wurde Halloween von den Kelten gefeiert. Das keltische Wort für diesen Feiertag lautet Samhain, nach dem Namen des Totengottes. Das neue Jahr begann bei den Kelten am 01. November. Außerdem wurde ein Fest gefeiert, um den Sonnengott und den Herrscher über das Totenreich zu ehren. Viele Völker, darunter auch die Kelten, glaubten damals, dass die Seelen der Toten vor allem am Abend des alten Jahres, also am 31. Oktober und am ersten Tag des neuen Jahres, dem 01. November unter den Lebenden wandeln.

Opfergaben für den Seelenfrieden

Da die Kelten der Meinung waren, dass böse Seelen in Tierkörpern gefangen seien, fanden regelmäßig Opfergaben statt, um diesen ruhelosen Seelen endlich Frieden zu schenken. Um dem Sonnengott Ehrerbietung zu erweisen, wurden große Feuer entfacht. Diese Feuer sollten gleichzeitig böse Hexen und Zauberer fernhalten. Am Abend des 31. Oktober, dem heutigen Halloween, war es üblich, dass die keltische Bevölkerung sich als Geister verkleidete. Auf diese Weise sollten die Seelen toter Angehöriger empfangen werden. Neben ihrer Verkleidung stellten sie vor ihren Häusern Nahrungsmittel auf. Anschließend wurden die Seelen der Toten aus dem Dorf begleitet, wo sie dann wieder dem Totenreich übergeben wurden.

Auf dieses alte Ritual ist sicherlich der heute noch übliche Brauch des Verkleidens und des auch in Deutschland immer mehr in Mode kommenden „Trick or treat“ zurückzuführen, was so viel bedeutet wie „Streich oder Überraschung“ oder auch bekannt als „Süßes oder Saures“. Zeitweise geriet das damalige Gedenken an die Toten in Vergessenheit, weil christliche Riten überhand nahmen. Seit die Kirche im 09. Jahrhundert den 01. November zum Tag für alle Heiligen (Allerheiligen) bestimmt hat, gehört der 31. Oktober nicht mehr zu den christlichen Festen. Halloween wird heute überwiegend in Amerika gefeiert, obwohl dieses Fest seinen Ursprung bei den Kelten hat und von deren Nachfahren, den Iren und den Schotten, durch Einwanderer in die USA gekommen ist.

Über den großen See nach Europa

Seit ein paar Jahren ist ein Trend zu beobachten, dass die Halloween-Begeisterung immer mehr nach Europa herüberschwappt. Was am Anfang noch mit Verwunderung aufgenommen wurde, gehört heute zum Pflichtprogramm: Am 31. Oktober müssen genügend Süßigkeiten im Haus sein, um die Kinder, die in ihrer Verkleidung von Haus zu Haus ziehen und mit ihrem Spruch „Süßes oder Saures“ (gib uns Süßes, sonst geben wir dir Saures) von Haus zu Haus ziehen, milde zu stimmen. Wer nichts gibt, muss damit rechnen, einen Streich gespielt zu bekommen. Vor vielen Häusern stehen mittlerweile um Halloween herum ausgehöhlte Kürbisse, die am Abend leuchten und die Geschäfte lassen mittlerweile hinsichtlich gruseliger Dekorationen keine Wünsche mehr offen. Eine Halloween-Party ist eine gute Gelegenheit, mit Freunden und Verwandten den kommenden Winter einzuläuten.

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